HALion Sonic

HALion Sonic ist ein virtueller Sampleplayer und Synthesizer der Firma Steinberg. Der Name rührt daher, dass es sich um ein Mischung aus dem populären Sampler HALion und dem vor einigen Jahren erschienenen, aber leider nicht mehr erhältlichen, Softsynth Hypersonic handelt. Letzteren hat das gleiche Schicksal ereilt, wie den Virtual Guitarist. Dies finde ich sehr schade, weil ich beide Programme wirklich sehr zu schätzen weiß und jetzt Schwierigkeiten haben werden, wenn ich von Mac OS X Leopard updaten will. Obwohl – wenn man einen Rechner zum Musikmachen verwendet, sollte man sowieso nicht updaten, solange alles funktioniert – never change a running system (von: keine Ahnung).

Nun zu HALion Sonic. Vor langer Zeit bin ich von Logic nach Cubase zurück gewechselt – vor allem aus workflow gründen. Da Logic sehr viel an Grundausstattung mitbringt (Samples, Synths usw. in bester Qualität), merkt man bei Cubase sehr schnell, dass etwas fehlt. Diese Lücke, die man natürlich mit knapp 245€ bezahlen muss, schließt zum Teil HALion Sonic. Die Software bietet etwa 12GB an sehr feinen Samples, die man flexibel in einer Instanz auf 16 Midispuren routen und ebensovielen Ausgänge zuordnen kann. (Tipp: Im Instrumentenrack(F11) auf den kleinen Pfeil drücken – dann kann man die Anzahl der Ausgänge auswählen). Innerhalb von HALion Sonic ist es möglich, den einzelnen Instrumenten noch verschiedene “onboard” Effekte zuzuweisen; über die Ausgänge kann man jedoch innerhalb des Mixer der jeweiligen DAW komfortabler arbeiten. Wer HALion Sonic ohne Cubase mit einer anderen DAW betreiben will, sollte unbedingt den Steinberg Key(Kopierschutz über USB) mit bestellen, der im Lieferumfang von HS nicht enthalten ist – sonst gibts lange Gesichter.

Die Software bringt sämtliche Sounds mit, die man für ein “amtliches” Ergebnis benötigt. Da gibt es fette Drumloops, Gitarrenklänge für Elektro und Akustik (mit ein paar Chordsamples), Pianos und wie ich finde – wirklich sehr sehr gute Synthsounds und Synthbässe – bisher nach meinen Erfahrungen für Steinberg eher ungewöhnlich.

Was mich beeindruckt hat, ist, wie schnell und einfach man ein komplettes Setup für einen Song zusammenstellen und diesen dann auch einspielen kann – und es klingt gut. Für mich hat bei den Klängen definitiv die Firma Yamaha ihre Hände mit im Spiel, deren Fusion mit Steinberg vor einiger Zeit wirklich von Vorteil war.

Unterm Strich begeistert mich HALion Sonic sehr und es wird in meinen kommenden Produktionen eine nicht unerhebliche Rolle spielen.

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