Denn zum Glück gibt´s die Packstation
Off sein
Inspiriert durch den Artikel im neuen Spiegel (29/2010) – Ich bin dann mal off – gebe ich einige Tipps, wie man, anstelle von ständiger Erreichbarkeit und Surfen im allseits bekannten und beliebten “Netz”, wieder Muße finden kann. Muße ist hierbei nicht als Nichtstun zu verstehen, sondern als zweck- und ergebnisfreies Tun – ohne Willensanstrengung(nach Schopenhauer). Es kann ein Ergebnis herauskommen, muss aber nicht – die Tätigkeit dient allein der Herstellung von Muße.
Ideen:
1. Computer mal ohne Internetverbindung benutzen – WLAN o.ä. aus.
2. Push Funktionen des Handys/iPads für Mail und Apps auf manuell stellen. Nur 2mal täglich abrufen. Apps usw. mal einfach so benutzen.
3. Ein internetfreier Tag in der Woche – stattdessen Spielen, Sport, o.ä.
4. 15 Minuten auf dem Rücken liegen. Atmen. (Schaffen Sie das?)
5. Nachts das Handy ausschalten.
Interessant fand ich auch den Ansatz aus dem Spiegel, dass ein Autor nur einen alten Computer zum Schreiben benutzt hat, damit er durch nichts abgelenkt wird. Mit dem Computer kann man wohl auch nichts anderes machen.
Den möglichen Trend zu Geräten, mit welchen man nur ganz bestimmte Dinge tun kann, finde ich sehr verfolgenswert.
Getreu dem Motto: Immer nur eine Sache auf einmal machen(und diese möglichst auch abschließen – s.o.)
Der Stapel ist weg
Es hat zwar fast 3 Stunden gedauert, aber ich habe aus meinem riesigen Stapel 23 kleine gemacht und diese auch in sämtliche Ordner einsortiert. Eine große Hilfe war mir – und das hätte ich nicht gedacht – die abschließende Beschriftung der Stapel mit Karteikarten. Auf diese Weise nimmt man so einem kleinen Stapel den Schrecken, er bekommt einen Namen und ein Gesicht – man kann ihn viel einfacher zuordnen als vorher – unglaublich. Es macht auch Spaß, die Karteikarten nach dem Einsortieren weg zu werfen – Erfolgserlebnisse á Maß (oder so).
Warum schiebt man solche Dinge nur so lange vor sich her? Ab jetzt wird alles immer sofort abgeheftet! Das ist ein Befehl!
Der böse Stapel
Auf meinem Schreibtisch hat sich ein schwarzes Loch ausgebreitet, ich nenne es auch den “bösen Stapel”. Alle Rechnungen, Papiere, Einladungen, Karten usw. werden davon angezogen und verschwinden für immer. Das Problem ist, das schwarze Loch wird immer größer und produziert auch in meinem Kopf einen Sog der Unordnung. Der Begriff des schwarzen Lochs ist möglicherweise auch nicht gut gewählt, denn in selbigen verschwinden die Dinge ja unwiederbringlich – was auf meinem Schreibtisch ja nicht der Fall ist. Die Frage ist nun, wie kann ich einen solchen bösen Stapel beseitigen?
Was man braucht:
- Den richtigen Zeitpunkt: sofort oder ein fester Tag mit Uhrzeit im Kalender eingetragen
- einen großen, freien Tisch oder den (sauberen) Fußboden
- Handy, Fernseher, Computer – d.h. sämtliche Ablenkung – AUS
- Karteikarten (DIN A7 – kann man auch selbst aus einem gefalteten Blatt herstellen, damit man nicht noch vorher in die Stadt muss)
- bereits vorhandene Ordner (wo man seine Unterlagen bisher(?) abgelegt hat)
- neue, unbeschriftete Ordner
- evtl. Hängeregistraturtaschen zum temporären Einlagern.
- einen Stift
- eine Flasche Wasser und ein Glas (nicht auf den Tisch bzw. Boden stellen)
- einen großen Mülleimer
Durchführung:
- Papiere nach Themen auf dem Tisch/Boden sortieren – falls kein Platz mehr ist, beschriftete Hängetaschen verwenden
- Überflüssige Dinge konsequent in den Mülleimer werfen
- Karteikarten beschriften und den Stapeln zuordnen
- Entstandene Themenstapel in Ordner abheften bzw. neue Ordner anlegen
(Seitentrenner können hier hilfreich sein)
- ein Glas Wasser trinken
- Ordner ins Regal zurück stellen
- sich freuen
HALion Sonic
HALion Sonic ist ein virtueller Sampleplayer und Synthesizer der Firma Steinberg. Der Name rührt daher, dass es sich um ein Mischung aus dem populären Sampler HALion und dem vor einigen Jahren erschienenen, aber leider nicht mehr erhältlichen, Softsynth Hypersonic handelt. Letzteren hat das gleiche Schicksal ereilt, wie den Virtual Guitarist. Dies finde ich sehr schade, weil ich beide Programme wirklich sehr zu schätzen weiß und jetzt Schwierigkeiten haben werden, wenn ich von Mac OS X Leopard updaten will. Obwohl – wenn man einen Rechner zum Musikmachen verwendet, sollte man sowieso nicht updaten, solange alles funktioniert – never change a running system (von: keine Ahnung).
Nun zu HALion Sonic. Vor langer Zeit bin ich von Logic nach Cubase zurück gewechselt – vor allem aus workflow gründen. Da Logic sehr viel an Grundausstattung mitbringt (Samples, Synths usw. in bester Qualität), merkt man bei Cubase sehr schnell, dass etwas fehlt. Diese Lücke, die man natürlich mit knapp 245€ bezahlen muss, schließt zum Teil HALion Sonic. Die Software bietet etwa 12GB an sehr feinen Samples, die man flexibel in einer Instanz auf 16 Midispuren routen und ebensovielen Ausgänge zuordnen kann. (Tipp: Im Instrumentenrack(F11) auf den kleinen Pfeil drücken – dann kann man die Anzahl der Ausgänge auswählen). Innerhalb von HALion Sonic ist es möglich, den einzelnen Instrumenten noch verschiedene “onboard” Effekte zuzuweisen; über die Ausgänge kann man jedoch innerhalb des Mixer der jeweiligen DAW komfortabler arbeiten. Wer HALion Sonic ohne Cubase mit einer anderen DAW betreiben will, sollte unbedingt den Steinberg Key(Kopierschutz über USB) mit bestellen, der im Lieferumfang von HS nicht enthalten ist – sonst gibts lange Gesichter.
Die Software bringt sämtliche Sounds mit, die man für ein “amtliches” Ergebnis benötigt. Da gibt es fette Drumloops, Gitarrenklänge für Elektro und Akustik (mit ein paar Chordsamples), Pianos und wie ich finde – wirklich sehr sehr gute Synthsounds und Synthbässe – bisher nach meinen Erfahrungen für Steinberg eher ungewöhnlich.
Was mich beeindruckt hat, ist, wie schnell und einfach man ein komplettes Setup für einen Song zusammenstellen und diesen dann auch einspielen kann – und es klingt gut. Für mich hat bei den Klängen definitiv die Firma Yamaha ihre Hände mit im Spiel, deren Fusion mit Steinberg vor einiger Zeit wirklich von Vorteil war.
Unterm Strich begeistert mich HALion Sonic sehr und es wird in meinen kommenden Produktionen eine nicht unerhebliche Rolle spielen.

